A A
 

Rund ums hören

Rund ums hören

Arten von Schwerhörigkeiten

Wie können Sie und Ihre Angehörigen eine Hörminderung erkennen

  • Sie werden häufiger darauf hingewiesen, dass Sie den Fernseher oder das Radio zu laut eingestellt haben
  • Sie verstehen Ihre Gesprächspartner am Telefon oftmals sehr schlecht
  • Menschen in Ihrer Umgebung scheinen undeutlich zu sprechen
  • Sie müssen bei Gesprächen oft nachfragen
  • Es fällt Ihnen schwer, in größeren Runden den Gesprächen zu folgen
  • Sie überhören des Öfteren die Türklingel oder das Telefonklingeln hin und wieder
  • Flüstersprache wird schlecht verstanden

 

Schalleitungsschwerhörigkeit

Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit wird der Schall nicht mehr zum Innenohr geleitet.

Mögliche Ursachen sind Störungen im Gehörgang, zum Beispiel durch Ohrenschmalz, Entzündungen oder Missbildungen des Gehörgangs, Erkrankungen des Mittelohrs, ein geschädigtes Trommelfell oder krankhafte

Veränderungen in der Gehörknöchelchenkette. Die Schallleitungsschwerhörigkeit kann in vielen Fällen medikamentös oder operativ beseitigt bzw. verringert werden.

Mit Schallleitungshörverlust hört man leiser und gedämpfter, aber meist richtig. Ein Hörgerät kann in diesen Fällen größten Nutzen bringen. Betroffen ist bei dieser Art Hörverlust das Mittelohr oder der Gehörgang. 


Schallempfindungsschwerhörigkeit

Diese Art von Schwerhörigkeit wird auch als sensorische, oder als Innenohrschwerhörigkeit bezeichnet. Eine dauerhafte Schallempfindungsschwerhörigkeit ergibt sich aus Schädigungen der Haarzellen oder des Hörnervs (oder beiden). Solche Schädigungen treten mit dem Alterungsprozess ganz natürlich auf, können aber durch verschiedene Einflüsse beschleunigt werden.

Beispiele dafür sind:

  • Häufiges und lang andauerndes Einwirken von lauten Geräuschen
  • Belastung durch Medikamente oder andere Substanzen, die für die Cochem oder den Hörnerv schädlich sein können
  • Bestimmte Infektionskrankheiten (z.B. Röteln)
  • Gutartige Tumore am Hörnerv
  • Erbliche Einflüsse; Einige Menschen sind besonders anfällig für Schwerhörigkeit


Eine Schallempfindungsstörung beeinflusst nicht nur die Fähigkeit, leise Geräusche wahrzunehmen, sondern verringert auch die Qualität des Gehörten. Dies bedeutet, dass Menschen mit einer Schallempfindungsschwerhörigkeit häufig Schwierigkeiten mit dem Verstehen von Sprache haben. Sobald die Hörzellen einmal beschädigt sind, bleiben sie es für den Rest des Lebens.

 

Der Hörsturz

Plötzlich oder innerhalb weniger Stunden hören Sie auf einem Ohr weniger oder fast gar nichts mehr. Zusätzlich kann auch ein Ohrgeräusch auftreten. Dies spielt sich meist im Innenohr ab, wobei die Ursachen noch nicht ganz erforscht sind. Bei diesen Symptomen sollten Sie umgehend einen Hals-, Nasen-, Ohrenarzt (HNO) aufsuchen, da im frühen Stadium gute Heilungschancen bestehen. 


Tinnitus

Tinnitus ist ein Oberbegriff für alle Arten von Ohrgeräuschen oder Kopfgeräuschen, unabhängig von deren Ursachen. Leidet ein Patient unter dem "Ohrensausen", nimmt er Töne oder Geräusche wahr, welche außerhalb seines Kopfes nicht existieren. Diese Töne oder Geräusche sind von anderen Personen in aller Regel nicht zu hören.
Durch die stetig zunehmende Lärmbelastung (zum Beispiel in Diskotheken oder bei Konzerten) nimmt die Häufigkeit schon im jugendlichen Alter zu. So leiden bereits viele Jugendlichen und junge Erwachsene an Tinnitus.

 

Hörentwöhnung

Durch Hörgeräte entsteht eine neue Hörsituation. Geräusche, Stimmen und Klänge, die vorher nicht mehr bzw. leiser gehört wurden, werden durch die Hörsysteme verstärkt.
Das Hörzentrum im Gehirn kann sich am Anfang nicht so schnell auf die neue Hörsituation einstellen.

Es benötigt viel Übung, Geduld und Zeit, damit der gewohnte Höreindruck durch einen neuen ungewohnten Höreindruck ersetzt wird. Daher werden diese in der Anfangsphase von Ihrem Hörgeräteakustiker einige Male nachgestellt (= schleichende Anpassung), um Sie allmählich an die neue Hörsituation zu gewöhnen.


Content

Vereinbaren Sie Ihren kostenlosen Beratungstermin